Offenes Ganztagesangebot startet an der Herzog Georg Schule
Der Erziehungsbedarf bei der
emotionalen sozialen Entwicklung bei unseren Kindern steigt bedingt durch
gesellschaftliche Veränderungen stark an. Viele Kinder erleben keinen Anker,
keine Struktur am Nachmittag (keine regelmäßigen Mahlzeiten, keine
Hausaufgabenzeit, keine Zeit mit den Eltern) mehr.
Die Eltern sind nicht da, vielleicht geschieden, beide berufstätig oder können sich bedingt durch persönliche Umstände nur sehr eingeschränkt um ihre Kinder kümmern.
Auch das Freizeitverhalten der Kinder hat sich verändert. Stundenlanges Computerspielen und Fernsehen sind oft an der Tagesordnung.
Die Wirklichkeit Schule und die Wirklichkeit Freizeit klaffen dabei immer mehr auseinander.
Kinder bleiben oft sich selbst überlassen, es droht die Entstehung von Parallelwelten, innerhalb deren sich eine Werteerziehung und der Ausgleich von Erziehungsdefiziten nicht mehr realisieren lassen.
Um eine Sicherung des Lernerfolgs und den Aufbau von Schlüsselqualifikationen für die berufliche Integration zu sichern ist es aus Sicht der Schule notwendig ein offenes Ganztagesangebot für die Schüler an der Herzog-Georg-Schule anzubieten. Die Schule folgt damit einem gesellschaftspolitisch notwendigen Trend, der sich unter anderem auch durch den politisch gewollten Ausbau der gebundenen Ganztagesklassen an den Hauptschulen zeigt.
Die Gruppe an der Herzog-Georg-Schule umfasst 13 Kinder, die Montag bis Donnerstag von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr an der Schule bleiben. Betreut werden die Kinder von Fr. Winklmeier und Fr. Paleczek (Erzieherinnen) und an zwei Tagen zusätzlich von Fr. Spanner (Sozialpädagogin).
Nach dem gemeinsamen
Mittagessen, das vom KKH Landau geliefert wird, werden die Hausaufgaben gemacht.
Daran schließt sich eine Zeit an, in der eine gezielte Lernförderung in
Abstimmung mit dem Förderplan der Klassenlehrkräfte
durchgeführt wird. In einer dritten Phase werden den Kindern attraktive freizeitpädagogische Angebote unterbreitet, die Spaß machen und auch geeignet sind das eigene Freizeitverhalten zu verändern. Dabei kann die Gruppe alle Einrichtungen der Schule nutzen und auch Freizeit und Sportangebote von externen Anbietern nutzen.
Dieses attraktive Angebot der Herzog-Georg-Schule wird von den Eltern so gut aufgenommen, dass leider schon eine Warteliste für mögliche Interessenten geführt werden muss.